GEHEIMNISUMWOBENE ORTE - Serie 2/3
- 1. Nov. 2020
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Feb.

Ein Buch, drei Bildserien
und die Poesie eines verlorenen Ortes
Seit meiner Jugend begleitet mich Alain Fourniers Le Grand Meaulnes.
Ein Roman voller Geheimnis, flüchtiger Lichtmomente und zarter Verwunderung.
Die festlich erleuchteten Säle, das leise Murmeln der Gäste zwischen Kerzenflammen, das Rascheln alter Kostüme, die geheimen Winkel des verfallenen Landguts – all dies hat mein bildnerisches Vorstellungsvermögen geprägt.
Zwischen Erinnerung und Traum finden meine Bilder ihren Raum.Drei kleine Serien sind daraus entstanden — jede auf ihre Weise eine Fortsetzung der Poesie dieses Universums.
Zweite Serie: Geheimnisumwobene Orte
Wie schon in Die Seidenweste steht auch hier Le Grand Meaulnes im Zentrum meiner Inspiration.
Der Roman ist durchzogen von Bildern, die zwischen Traum und Wirklichkeit schweben – Erinnerungen, die nie ganz verblassen. Sein Schauplatz, die Sologne, ist eine Landschaft voller Stille und Geheimnis.
Ich reiste dorthin, um ihre Atmosphäre zu spüren: feuchte Wiesen, alte Mauern, neblige Teiche. Überall scheint etwas Unsichtbares zu schlummern — das Echo einer längst vergangenen Jugend.
Diese Serie nähert sich jenem „verlorenen Landgut“, das Augustin Meaulnes so verzweifelt sucht.
Ein Ort zwischen Erinnerung und Sehnsucht.
Die Farben sind gedämpft, als hätten Zeit und Traum sie sanft überzogen.
Linien tauchen auf und verschwinden wieder, als würden sie sich im Nebel verlieren.
Für mich wurde die Sologne zu einem inneren Raum,in dem meine eigenen Erinnerungen mit denen des Buches verschmelzen.
So entstanden diese Bilder — stille Meditationen darüber, was bleibt, wenn die Geschichte endet.
Zur Serie
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