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Zu Gast bei ORF Burgenland

vor 7 Tagen
2 Min. Lesezeit

Christin im ORF-Studio in Eisenstadt beim Gespräch für die Sendung „Mahlzeit Burgenland“ über Kunst, Wahrnehmung und ihre Beziehung zum Burgenland.



Im Juni fuhr ich mit einem Kribbeln im Bauch zum ORF nach Eisenstadt für ein Gespräch in der Sendung „Mahlzeit Burgenland“ auf ORF Burgenland – eine Premiere für mich.


Im Nachhinein musste ich über mich selbst ein bisschen lachen und mich fragen, warum ich eigentlich nicht auf die naheliegendste Idee gekommen bin: mir vorab einfach eine der vorherigen Sendungen anzuhören. Ich höre im Alltag kaum Radio – und schon gar nicht zur Mittagszeit – aber irgendwie ist mir das komplett entgangen. Mein Gehirn hatte offenbar einen anderen Plan. 😊


Stattdessen kritzelte ich am Morgen der Aufnahme ein paar Stichworte auf einen Zettel – eher als Notfallanker, falls mir im entscheidenden Moment gar nichts mehr einfallen sollte.


Zum Glück kam alles ganz anders. Georg Prenner führte das Gespräch mit so viel Ruhe, Aufmerksamkeit und Feingefühl, dass ich mich einfach darauf einlassen konnte. Aus dem anfänglichen Kribbeln wurde schnell ein richtig gutes Gespräch – und gerade weil nichts einstudiert war, wurde es am Ende so authentisch, wie man es nicht planen kann.



ORF Burgenland



Unter anderem sprachen wir über den Unterschied zwischen Zeichnung und Fotografie – am Beispiel einer ganz gewöhnlichen Zitrone. 🍋


Dabei ging es um einen spannenden Gedanken: Unser Auge nimmt einen Gegenstand räumlich wahr, eine Fotografie bildet ihn jedoch zweidimensional ab. Um sich fotografisch dem anzunähern, was unser Auge beim Betrachten eines Gegenstandes wahrnimmt, wären mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln nötig.


Genau deshalb sind Zeichnung und Fotografie zwei ganz unterschiedliche Arten des Sehens – und genau darin liegt auch der besondere Wert des Zeichnens nach der Natur.



🍋

Zeichnen nach der Natur: Unser Auge erfasst beim Betrachten die verschiedenen Seiten der Zitrone –

und fügt sie zu einem Gesamtbild zusammen.

📷

Fotografie: Um die verschiedenen Ansichten festzuhalten, die unser Auge beim Zeichnen wahrnimmt, braucht es mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.


Ein weiterer Gedanke war meine Beziehung zum Burgenland. Als ich hierherkam, habe ich das Land in seiner Einzigartigkeit noch nicht wirklich wahrgenommen. Erst durch die Begegnungen mit Künstlern und ihre unterschiedlichen Blicke auf diese Region hat sich mein eigener Blick langsam verändert.


Ich habe angefangen, genauer hinzusehen – und mit der Zeit ist daraus eine echte Verbindung entstanden. Das Burgenland ist mir sehr ans Herz gewachsen.



Burgenländische Landschaft in leuchtenden Herbstfarben, Pastellkreide auf Seide – Harro Pirch

Die burgenländischen Häuser in feinen Linien von Feder, Tinte und Bleistift – Gerhard Kisser



Vielleicht bleibt am Ende dieses leise Gefühl, dass sich der Blick auf die Welt verändert, sobald man sich Zeit nimmt, wirklich hinzusehen.


Wenn ihr mögt, könnt ihr das Gespräch hier in Ruhe nachhören.

Und weil zu „Mahlzeit Burgenland“ nicht nur Gespräche, sondern auch ein Lieblingsrezept des jeweiligen Gastes gehört, durfte natürlich auch bei mir etwas Kulinarisches nicht fehlen.

Meine Wahl fiel auf einen französischen Klassiker, der für mich nach Sommer schmeckt: Charlotte aux fraises. 


🍓







Rezept: Charlotte aux fraises

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