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Fenster der Ferne

Hinter einem Fenster beginnt eine andere Nähe.

Der Blick nach außen kann uns zu einem vertrauten Ort führen, zu einer Erinnerung oder zu einer vorgestellten Landschaft. Durch das Glas verwandelt das Licht, was sichtbar wird, die Konturen beginnen sich aufzulösen, und die Wirklichkeit vermischt sich allmählich mit dem, was wir zu erkennen glauben.

In diesem Raum zwischen dem Gesehenen und dem Empfundenen entstehen diese Werke. Die Landschaft wird zu einem inneren Bild, durchzogen von Erinnerung, Vorstellung und Traum.

Das Fenster wird so zu einem Übergangsraum – zwischen Außen und Innen, Gegenwart und Erinnerung, dem realen Ort und der vorgestellten Landschaft.

Die Landschaften dieser Serie sind keine eindeutig bestimmbaren Orte. Sie sind Spuren von Orten, verwandelt durch Licht, Farbe und den Blick.

Vielleicht ist es die ferne Weite, die wir betrachten.

Vielleicht ist es etwas, das von dort herüber zu uns blickt.

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Der Wald · Der Teich · Der Fluss

 

Drei Landschaften, drei Fenster, die sich zur Ferne öffnen.

Jedes Werk besteht aus mehreren Holztafeln unterschiedlicher Formate. In ihrer Anordnung und ihren Ausschnitten erinnern sie an die Formen eines Glasfensters und einer Kapellenrosette und geben jeder Landschaft ihre eigene Architektur.

Die einzelnen Tafeln fügen sich wie Fragmente einer gemeinsamen Vision zusammen. Ihre Formen und Zwischenräume lassen den Blick von einem Element zum anderen wandern, während das Licht die Schichten von Farbe und Material durchdringt und verwandelt.

Die Landschaft löst sich allmählich in der Malerei auf, zwischen Erscheinen und Verblassen – wie ein Bild, dessen Erinnerung bleibt, ohne jemals ganz fest zu sein.

Chambord · Chaumont-sur-Loire · Le Prince Muguet

Drei Fenster, drei Reisen – zu realen Orten und in eine innere, imaginäre Welt.

Jedes Werk entsteht aus Holzkästen unterschiedlicher Formate, die sich zu den Elementen eines großen Fensters zusammenfügen. Auch die Zwischenräume werden Teil der Komposition und geben jedem Ensemble seinen eigenen Rhythmus.

Auf der Rückseite der Kästen bewahren transparente Umschläge kleine Fragmente, die mit den Orten und den Reisen verbunden sind: alte Postkarten, Buchseiten, Briefmarken, Spitze oder gefundene Gegenstände. Diese Fragmente erscheinen hinter den Farbschichten und verbinden sich mit alten Plänen, Illustrationen und Bildern, aus denen jedes Werk entsteht.

So entsteht die Landschaft auch aus Spuren – aus dem, was gefunden, betrachtet, bewahrt oder vorgestellt wurde.

Die Werke bleiben offen. Die Umschläge können im Laufe der Zeit durch neue Fragmente ergänzt oder durch den neuen Besitzer verändert werden.

Die Reise kann so weitergehen.

Schwellen

Eine Landschaft, zwei Öffnungen.

Die beiden Kästen fügen sich zu einem gemeinsamen Fenster. Der Zwischenraum wird dabei selbst Teil des Werkes und begleitet den Blick von einem Element zum anderen.

Licht, Farbe und Material verwandeln die Landschaft in einen Übergangsraum – zwischen Innen und Außen, Wirklichkeit und Vorstellung.

Eine Schwelle zwischen dem, was erscheint, und dem, was sich erahnen lässt.

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